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Wie lange reichen 2,5 Millionen Schweizer Franken in der Pensionierung?

Das mag nach viel Geld klingen, aber es gibt viele Variablen zu berücksichtigen.

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Wenn Sie Ersparnisse in Höhe von 2,5 Millionen Schweizer Franken haben, sind Sie den meisten Einwohnern der Schweiz finanziell weit voraus. Aber wie lange dieses Geld reicht, hängt weniger vom Kontostand selbst ab, sondern vielmehr von den Entscheidungen, die Sie treffen. Hier ist ein Blick darauf, wie lange 2,5 Millionen Franken unter gängigen Modellen potenziell ausreichen könnten und welche Risiken und Strategien das Ergebnis verändern können.

Fragen Sie sich, wie lange Ihre Ersparnisse reichen könnten? Ein Gespräch mit einem unabhängigen Honorarberater, der dem Schweizerischen Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG) untersteht, kann ein guter erster Schritt sein, um diese Frage zu beantworten und Strategien zu planen, die helfen, Ihr Vermögen zu erhalten und an die nächste Generation weiterzugeben.

Die Grundregel: Eine Entnahmerate von 3 % bis 3,5 %

Während viele Finanzplaner in anderen Ländern auf die 4-Prozent-Regel setzen, empfehlen Finanzexperten in der Schweiz eine konservativere Entnahmerate von 3 % bis 3,5 % jährlich. Dies liegt an der im internationalen Vergleich höheren Lebenserwartung in der Schweiz und den tendenziell tieferen Renditeerwartungen.

Unter diesem Modell und bei einer angenommenen Rate von 3 % würden Sie im ersten Jahr theoretisch etwa 75'000 Franken (3 % von 2,5 Mio.) beziehen, wobei dieser Betrag jährlich leicht an die Teuerung angepasst wird.

Ein Beispiel: Bei einer Inflation von 2 % läge der Bezug im Folgejahr bei 76'500 Franken, dann bei 78'030 Franken usw. (Diese Zahlen sind rein hypothetisch und die tatsächliche Inflation sowie die Bezüge können variieren).

Bei durchschnittlichen Renditen und moderater Inflation könnten Ihre Ersparnisse potenziell 30 Jahre oder länger reichen, was ausreicht, um Ihre Pensionierung bis in die 90er-Jahre zu finanzieren.

Die staatliche Rente (1. Säule / AHV) sowie die Rente aus der beruflichen Vorsorge (2. Säule / Pensionskasse) helfen zudem, diesen Zeitrahmen erheblich zu verlängern.

Dennoch gibt es potenzielle Nachteile bei der blinden Anwendung starrer Entnahmeregeln, und sie sind möglicherweise nicht die richtige Strategie für Ihr Portfolio.

Einige Nachteile umfassen:

  • Sie basieren auf historischen Marktdaten, die nicht unbedingt dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld entsprechen.
  • Sie berücksichtigen das komplexe Schweizer Steuersystem nicht.
  • Sie erfordern strikte Disziplin, während schwankende Ausgabenmuster die Wirksamkeit beeinträchtigen könnten.

Ein unabhängiger Honorarberater kann Ihnen helfen herauszufinden, ob ein professioneller Entnahmeplan für Ihre Situation sinnvoll ist.

Was kann diesen Zeitrahmen verkürzen?

Wenn nicht richtig geplant wird, könnten folgende Faktoren die Langlebigkeit Ihrer Ersparnisse beeinträchtigen:

1

Gesundheits- und Pflegekosten

Trotz der obligatorischen Krankenkasse sind die Kosten für ein Alters- oder Pflegeheim in der Schweiz enorm. Die monatlichen Kosten belaufen sich schnell auf rund 6'000 Franken (also 72'000 Franken pro Jahr) für Unterkunft, Verpflegung und nicht-medizinische Betreuung.

2

Inflation / Teuerung

Wenn die Preise schneller steigen als Ihre Investitionen, sinkt die Kaufkraft jedes Bezugs.

3

Marktvolatilität

Bezüge während eines Marktabschwungs können Verluste realisieren. Auch wenn sich die Märkte später erholen, hat ein kleineres Portfolio weniger Kapital, um wieder zu wachsen.

4

Lebenserwartung

Laut Schweizer Statistiken beträgt die verbleibende Lebenserwartung für einen 65-jährigen Mann aktuell knapp 20 Jahre, während Frauen im Durchschnitt noch länger leben.

5

Nachlass- und Erbschaftsziele

Ein vorzeitiges Vererben oder Verschenken von Vermögen kann die Lebensdauer Ihres Portfolios verkürzen, wenn es nicht steuereffizient geplant wird.

Was kann helfen, die 2,5 Millionen Franken zu strecken?

Eine strategische Planung kann sicherstellen, dass Ihr Vermögen sowohl Ihren Lebensstil als auch Ihre langfristigen Ziele unterstützt:

1

Strategisch ausgeben

Erwägen Sie, mit einer konservativen Entnahmerate zu beginnen und diese nur nach oben anzupassen, wenn die Marktrenditen dies zulassen.

2

Klug diversifizieren

Die Nutzung von bewährten Schweizer Modellen, wie dem 3-Topf-Modell, hilft dabei, das Vermögen in einen Liquiditätspuffer (für 2–3 Jahre), einen stabil investierten Teil und einen langfristigen Wachstumsteil aufzuteilen. So vermeiden Sie, in schlechten Börsenjahren mit Verlust verkaufen zu müssen.

3

Gesundheitskosten einplanen

Berücksichtigen Sie steigende medizinische Kosten und Ausgaben für Langzeitpflege in Ihrem Budget.

4

Steuereffizienz (Staffelung)

Das Management von Bezügen aus verschiedenen Vorsorgegefässen ist entscheidend. In der Schweiz können Sie durch den gestaffelten Bezug (Staffelung) von Säule-3a-Geldern und Pensionskassenguthaben über mehrere Steuerjahre verteilt Tausende von Franken an Kapitalauszahlungssteuern sparen und die Steuerprogression brechen.

5

Plan jährlich überprüfen

Gesetze (wie die jüngste AHV 21-Reform) oder Marktbedingungen können sich ändern, weshalb Ihre Strategie regelmässig angepasst werden sollte.

Diese Entscheidungen hängen von Ihren spezifischen Zielen, der Familiendynamik und Ihrer langfristigen Strategie ab.

Genau aus diesem Grund arbeiten viele Investoren mit einem unabhängigen Honorarberater zusammen, um Interessenkonflikte durch versteckte Provisionen zu vermeiden und eine rein kundenorientierte Beratung zu gewährleisten. Berater können Sie bei Nachlassfragen unterstützen, steuerlich optimieren und sicherstellen, dass Ihr Plan Ihre Pensions- und Anlageziele unterstützt.

Vermögen von 45 bis 77 Jahren

Mit Berater

Ohne Berater

Ersparnisse über 25 Jahre

Potenzieller Portfolio-Endwert im Laufe des Lebens (500'000 CHF Startkapital, 45–77 Jahre). Beispielhafte Schätzung.

(Hinweis: Finanzplanung ist eine individuelle Angelegenheit, die auf geschätzten Renditen, Steuerersparnissen und Inflation basiert und sich je nach persönlicher Lebenssituation ändert. Es wird empfohlen, vor der Auswahl eines Finanzberaters stets eigene Prüfungen vorzunehmen).

Wenn Sie sich Sorgen darüber machen, wie lange Ihr Vermögen reichen wird, ist jetzt möglicherweise der richtige Zeitpunkt, um mit einem registrierten Finanzberater zu sprechen. Es ist nie zu spät, für eine komfortable Pensionierung in der Schweiz zu planen.

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